Frühjahrsputz 2022

Impressionen des Frühjahrsputzes 2022. Einen Artikel von inSüdthüringen.de über die Aktion finden Sie hier.

Am Ilmenauer Frühjahrsputz haben auch dieses Jahr wieder viele Bürgerinnen und Bürger teilgenommen und – mit Müllbeuteln bewaffnet – die Natur von Abfall befreit. Die Müllbeutel waren häufig sehr schnell gefüllt mit weggeworfenen Kleidungsstücken, Haushaltswaren und Plastikabfällen jeder Art.

Fotos einiger Sammelpunkte in Ilmenau

An insgesamt 9 Standorten in der Umgebung der Kernstadt und an 22 Standorten in den Ortsteilen waren Sammelstellen eingerichtet. An einigen dieser Sammelstellen haben die freiwilligen Helfer riesige Mengen an Müll zusammengetragen.

Oft wurden Dinge gefunden, die in keinen Müllbeutel passen. Autoreifen, ausrangierte Elektrogeräte, Baumaterialien etc. Viele der erfahrenen Müllsammler wissen, dass Müllbeutel oft nicht ausreichen, um den Unrat zu transportieren und ziehen deswegen gleich mit einer Karre oder einem Anhänger los. Christiane Berlt schreibt: „Die Idee mit dem Handwagen kam von den Kindern. Sie sind extra noch ein 2. Mal losgezogen. Mein Mann hat dann auch noch das Auto mit Anhänger geholt.“

Sammeln im Teichgebiet

Die genaue Zahl der „Frühjahrsputzer“ ist nicht bekannt. Es gibt „Wiederholungstäter“, die schon seit Jahren bei jeder Sammelaktion dabei sind, und von Ihren Sammelerfolgen in Wort und Bild berichten. Auf der anderen Seite engagieren sich „Einzelsammler“ und auch größere Gruppen, die sich spontan zur gemeinsamen Aktion finden. Im Ilmenauer Teichgebiet haben beispielsweise rund 20 Angehörige der TU Ilmenau an der Aktion mitgewirkt. 

Ritzebühl – Goetheschule – Steinmannswiese – Spielplatz am Stollen

“Wir haben uns heute auf den Weg gemacht. Eine Runde durch Ilmenau – Start am Ritzebühl, vorbei an der Goetheschule, weiter über die Steinmannswiese bis zum Spielplatz am Stollen. Zwei Stunden, zwei Räder aus der Ilm geholt, zwei Säcke voll Müll…”

Text/Fotos: Familie Schubert

Sammeln in Unterpörlitz

Sammeln in Gehren

Sammeln in Holzhausen

Sammeln an der Gartenanlage am Schneckenhügel

“Wir haben den Müll am Eingang der Gartenanlage Am Schneckenhügel, auf dem Platz neben dem Schießstand und bei der Gartenanlage abgelegt. Weiter konnten wir den Müll leider nicht bringen. An den Schienen unterhalb der Gartenanlage ist noch sehr viel Müll, welchen wir dieses mal nicht beräumen konnten.”

Text/Fotos: Lenk

NAJU

“In diesem Frühjahr wollten wir uns im Rahmen der Gruppenstunden der NAJU den Gewässerrändern widmen. Daher nutzten wir den Sammelpunkt in Gräfinau Angstedt für unsere Müllsammelaktion. Wir hatten dort vor 2 Wochen Schwarzpappeln gepflanzt, eine selten gewordene Charakterbaumart für Flussauen. Nun wollten wir dort den Müll entfernen. Unsere Kindergruppe wurde durch Jugendliche und Erwachsene ergänzt, sodass wir mit 19 Helfern am Start waren. Wir suchten direkt am Ilm-Ufer, besonders nach Plastikabfällen. Großteile waren nicht viele in der Ilm. Jedoch schockierten uns die vielen Plastikreste von Verpackungen, Feuchttüchern, Müllbeuteln, die sich um Baumwurzeln und Geäst gewickelt hatten und durch den gesunkenen Wasserspiegel der Ilm sichtbar wurden. Man kann nur ahnen, wieviel Müll die Ilm mitführt. Wir versuchten, soviel wie möglich mit zu nehmen. Oft waren die Teile spröde und zerfetzt, was den Schluss zulässt, dass bereits Mengen an Mikroplastik in unseren Gewässern unterwegs ist und so das Ökosystem Fluss belastet. Durch oft akrobatische Übungen holten die Kinder den Abfall aus dem Wasser. Fast 3 Stunden waren wir unterwegs.

Bleibt die Frage, wo kommt er viele Plastikmüll her? Einen Teil der Antwort fanden wir bei unserer Samstagsammlung mit Goetheschülern, die ihre Seminarfacharbeit zum Thema: “Plastikvermüllung in der Nordsee” schreiben. Treffpunkt war das Flächennaturdenkmal “Am Mühlgraben” am Grenzhammer. Wir durchwanderten das Naturschutzgebiet, gelangten ans Ilmufer und fanden das gleiche Bild, wie in Gräfinau vor, durch den niedrigen Wasserpegel freigelegte Wurzeln, reich bestückt mit Kleinmüllstücken aller Art, vor allem zerfetzten Plastikteilen.  Je näher wir der Firma Remondis kamen, umso mehr Plastikverpackungsmüll lag in der Fläche, die unter Naturschutz steht. In den Baumkronen des teilweise sehr alten Baumbestandes wedelten uns Tüten und u.ä. entgegen. Die Luft wurde immer schlechter.

An der Mauer zu Fa. Remondis endet das FND. Bis dort hin sammelten wir unsere Säcke randvoll. Und doch konnten wir nur einen Teil bergen.Wenn es windig ist, wird immer wieder Flugplastik in die Umgebung segeln. Da die Ilm angrenzt, fliegt auch einiges ins Wasser, wird mitgerissen, zerrieben, gelangt in die Saale, in die Elbe, dann in die Nordsee. Eigentlich soll die Firma Remondis eine Lösung unseres Plastikproblems sein. Der Standort Langewiesen erscheint als eine Notlösung, sogar schädlich für die Natur und auch für Anwohner.”

Text/Fotos: Petra Szigarski

Sammeln in Arnstadt

Sammeln zwischen Roda und Elgersburg

Sammeln in Heyda